Briefkastenwerbung stoppen: Was wirklich hilft

Prospekte, Wurfsendungen, Gratiszeitungen: Nach Schätzung des Umweltbundesamts landen pro Haushalt jede Woche 500 bis 700 Gramm unverlangte Werbung und kostenlose Zeitungen im Briefkasten. Mit einem gut sichtbaren Hinweis lässt sich ein großer Teil davon stoppen. Hier steht, was ein Aufkleber bewirkt, wo seine Grenzen liegen, was gegen den Rest hilft – und welcher Aufkleber auf Ihren Briefkasten passt.

Was bewirkt der Aufkleber „Keine Werbung“?

Der Bundesgerichtshof hat entschieden (Urteil vom 20.12.1988, Az.: VI ZR 182/88), dass werbende Unternehmen den „Keine Werbung“-Aufkleber respektieren müssen. Prospekte und unadressierte Wurfsendungen dürfen dann nicht mehr eingeworfen werden. Landet trotzdem Werbung im Briefkasten, wenden Sie sich am besten direkt an das werbende Unternehmen – es ist dafür verantwortlich, was seine Verteiler einwerfen.

Kostenlose Zeitungen und Anzeigenblätter

Anzeigenblätter mit redaktionellem Teil fallen nicht automatisch unter „Keine Werbung“. Wer auch sie stoppen möchte, sollte zusätzlich „Keine kostenlosen Zeitungen“ oder „Keine kostenlosen Wurfsendungen“ anbringen (BGH, Beschluss vom 16.05.2012, Az.: I ZR 158/11) – zum Beispiel mit dem immi-Briefkasten-Tattoo „Keine Werbung, Keine Zeitungen“.

Werbebriefe mit Ihrem Namen

Ein Aufkleber hilft nur gegen unadressierte Werbung. Briefe, auf denen Ihr Name steht, stellt die Post trotzdem zu. Dagegen gibt es zwei Wege:

  • Widerspruch beim Absender: Nach der Datenschutz-Grundverordnung (Art. 21 DSGVO) können Sie jederzeit widersprechen, dass ein Unternehmen Ihre Daten für Werbung nutzt. Danach darf es Ihnen keine Werbung mehr schicken.
  • Robinsonliste: In die Robinsonliste des Dialogmarketing-Verbands DDV können Sie sich kostenlos eintragen. Daran halten sich die Mitgliedsunternehmen des Verbands – eine Garantie, dass gar keine Werbebriefe mehr kommen, ist sie nicht.

Welcher Aufkleber passt auf meinen Briefkasten?

Entscheidend ist die freie Fläche am Briefkasten – meist neben oder über dem Einwurfschlitz. Diese Größen gibt es bei immi:

GrößePasst für
58 × 13 mmkleine Namensschild-Felder, z. B. Renz-Briefkästen
67 × 21 mmStandard für die meisten Briefkästen
74 × 20 mmSparpack für mehrere Briefkästen
94 × 30 mmgroß, gut lesbar
100 × 31 mmXXL, für große Briefkästen mit viel Fläche

Farben gibt es in Rot, Weiß, Silber (Edelstahl-Look), Magenta, Gelb und durchsichtig. Auf schwarzen oder dunklen Briefkästen fallen helle Farben besonders gut auf, durchsichtige Aufkleber wirken dezent.

Tipps zum Anbringen

  • Klebefläche vorher reinigen und gut trocknen lassen.
  • Gut sichtbar anbringen – neben oder über dem Einwurfschlitz, dort, wo Verteiler hinschauen.
  • Im Mehrfamilienhaus jeden Briefkasten einzeln bekleben, der Hinweis gilt nur für den eigenen.
  • immi-Aufkleber sind aus wetterfester, UV-geschützter Vinylfolie und halten deshalb auch draußen dauerhaft.

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